Heißes Eisen … aber bitte nicht anfassen!

Ein besonderes Erlebnis erwartete die Besuchergruppe bei der Besichtigung der Eisengießerei Baumgarte. Den Schmelzöfen mit Temperaturen von über 1.500 °C durften die Teilnehmenden zwar nicht zu nahekommen, aus sicherem Abstand konnten sie jedoch die beeindruckende Hitze, die leuchtende Schmelze und das Vergießen des flüssigen Eisens hautnah miterleben.

Zu Beginn der Führung erläuterte der Geschäftsführer anschaulich anhand von Modellen die einzelnen Schritte der Gießereitechnik – von der Konstruktion bis zum fertigen Metallgussteil. Während des anschließenden Rundgangs konnten die Teilnehmenden die zuvor erklärten Arbeitsabläufe direkt in der Produktion wiedererkennen: von den Sandformkästen über die Herstellung der Kerne und das Vergießen in verlorenen Formen bis hin zur Gussputzerei und der mechanischen Bearbeitung der Werkstücke.

Besonders beeindruckte die Verbindung des historisch ältesten Urformverfahrens mit modernen, teilweise automatisierten und ressourcenschonenden Fertigungstechnologien. Im Anschluss an die Führung blieb ausreichend Zeit für Fragen zu Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Die Eisengießerei bildet in den Berufen Gießereimechaniker/in, Modellbaumechaniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik sowie Industriemechaniker/in aus. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich für ein Praktikum in den Ferien zu bewerben.

Die Leitungen des Projekts „angekommen“ sowie des Förderprogramms „Hand in Hand“ der Böllhoff Stiftung bedanken sich herzlich für die informative, motivierende und eindrucksvolle Betriebsführung. Die faszinierenden Einblicke in die Welt der Eisengießerei werden den Teilnehmenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.